
Was sind beste Sportkopfhörer? Ich finde Laufen ohne Musik auf Dauer etwas langweilig und habe deshalb beschlossen, einen Sportkopfhörer-Test zu veranstalten und daraus einen ausführlichen Kopfhörer-Vergleich zu machen.
Der Testbericht geht auf jeweils 3 beste Sportkopfhörer in verschiedenen Kategorien und Preisklassen – wie es sich eben gehört.
Bevor wir loslegen, wollte ich kurz darauf hinweisen, dass es zum Schluss noch einen kleinen Kopfhörer-Geheimtipp geben wird, auf den ich durch meine Recherche gestoßen bin. 😉

Ich dachte früher, dass Sportkopfhörer nur ein Marketingtrick sind. Man braucht doch wohl keine Extra-Kopfhörer, um damit vernünftig laufen zu können!
Tja, nachdem mir die kleinen Knopfkopfhörer zum tausendsten mal aus dem Ohr rausgefallen sind und ich mit normalen ohraufliegenden Kopfhörern wie ein Panda geschwitzt habe, kann ich nur sagen, dass ich mich diesbzüglich geirrt habe. Man braucht für Sport tatsächlich spezielle Kopfhörer – entweder kauft man sie oder man passt die herkömmlichen Kopfhörer an, damit sie auch wirklich im Ohr bleiben.
Sonst macht das Laufen nämlich nur bedingt Spaß. Ständig daran denken, ob die In-Ears schon draußen sind ist genau so nervig wie ständig stehen zu bleiben, um sie wieder ordentlich zu richten.
Für mich ist ein Sportkopfhörer jedenfalls eine sinnvolle Investition, vor allem wenn man regelmäßig läuft oder Fahrrad fährt. Beides sind monotone Tätigkeiten, bei denen man nicht zwingend auf verbales Feedback der Sportpartner angewiesen ist. Musik macht diese Tätigkeiten aus meiner Sicht deutlich attraktiver.
Wichtig: Ich habe keine Bluetooth-Sportkopfhörer getestet, da mir dafür ein geeignetes Abspielgerät noch fehlt. Ich hatte nämlich keine Lust, mit dem klobigen Smartphone durch die Gegend zu laufen. Das wäre aber definitiv ein guter Anlass für das nächste Update dieses Kopfhörervergleichs. Einen interessanten Vergleich zu diesem Thema findet man zum Beispiel hier.
Es gibt grundsätzlich drei Arten von Sportkopfhörern:

Knopf-Kopfhörer sind ein Klassiker – schon mein erster Walkman hatte solche Kopfhörer im Lieferumfang. Sie haben tatsächlich eine Knopf-Form und sind eigentlich eng verwandt mit In-Ear-Kopfhörern. Der einzige Unterschied ist dass Knopf-Kopfhörer nicht so tief in der Gehörgang hineingehen wir die herkömmlichen In-Ear-Modelle.
Dieser Unterschied bewirkt, dass Knopf-Kopfhörer nicht so geräuschisolierend sind und sich damit eigentlich besser für Sport eignen als die In-Ears. Denn wer läuft schon komplett abgeschirmt durch die Stadt?
Es sei denn, man ist im tiefen Wald und deshalb überhaupt nicht auf Umgebungsgeräusche angewiesen. Aber selbst da kann kann es Gold wert sein, einen flotten Mountainbike-Fahrer rechtzeitig zu orten.
In-Ear-Kopfhörer

In-Ear-Kopfhörer zeichnen sich durch ihre „Stöpselform“ aus – sie gehen nämlich viel tiefer in den Gehörgang hinein als die Knopf-Kopfhörer. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile:
In-Ears sitzen grundsätzlich etwas besser und stabiler im Ohr.
Sie schirmen die Umgebungsgeräusche deutlich besser ab – ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden.
Aus In-Ear-Kopfhörern ist positionsbedingt grundsätzlich mehr Bassdruck herauszuholen – das nutzen vor allem Billig-Hersteller für sich aus.
Mit In-Ears wirken Kabelgeräusche, Herzschlag und Atmung in der Regel lauter als mit Knopf-Kopfhörern – es sei denn, man greift preislich etwas weiter oben ins Regal.
On-Ear-Kopfhörer

On-Ear-Kopfhörer sind ebenfalls ein Klassiker. Im Gegensatz zu sogenannten Over-Ear-Kopfhörern, haben diese eine kleinere Kopfhörermuschel. Das führt dazu, dass die Kopfhörer nicht ohrumschließend sind, sondern ohraufliegend. Ohrumschließende Kopfhörer eignen sich aus meiner Sicht hingegen überhaupt nicht für sportliche Aktivitäten – sie sind nicht nur schwer, sondern auch alles andere als atmungsaktiv.
Deshalb würde ich allen, die mit In-Ears nicht klarkommen, zu On-Ear-Kopfhörern raten. Sie haben durch größere Treiber in der Regel auch mehr Sound-Qualität als gleichpreisige In-Ear-Lösungen.
Auch wenn On-Ear-Kopfhörer genug Anpressdruck haben, ist diese Art von Sportkopfhörern nicht für schnelle Sprints oder abrupte Auf- und Abwärtsbewegungen geeignet.
Ich hatte einige On-Ear-Kopfhörer zum Sport ausprobiert. Ehrlich gesagt bin ich mit keinem glücklich geworden – entweder rutschen sie sehr schnell ab oder man bekommt unter Schaumstoffpolstern warme Ohren. Deshalb würde ich die anderen Sportkopfhörer-Varianten immer vorziehen.
Wenn es wirklich nicht anders geht, würde ich zum Koss Sporta Pro raten – dieser basslastige On-Ear-Kopfhörer aus dem unteren Preissegment bringt aus meiner Sicht den meisten Wert fürs Geld.
Die Sportkopfhörer müssen schweiß-resistent sein – dies ist vor allem für Billigmodelle wichtig, da sie bei Feuchtigkeit gerne anfangen, sich aufzulösen und Schadstoffe an die Haut abzugeben.
Idealerweise sind die Kopfhörer sogar wasserresistent – was sie auch für eine Laufrunde im Regen qualifiziert.
Natürlich sollten sie ausreichend robust sein, da sie bei sportlichen Aktivitäten generell stärker beansprucht werden.
Gute Sportkopfhörer sollten zudem über eine solide Befestigungsmöglichkeit verfügen – ob mit Hilfe spezieller Bügel oder anderer Befestigungsmechanismen. Das ist für mich der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Modellen.
Die Sportkopfhörer dürfen nicht zu stark geräusch-isolierend sein, vor allem Kopfhörermodelle mit aktiver Rauschunterdrückung (Noise Cancelling) sind für Sport nicht empfehlenswert.

Man sollte auf der einen Seite keine überteuerte Modeprodukte kaufen, allerdings auch nicht übermäßig an den Sportkopfhörern sparen.
Vor allem wenn ich immer wieder solche Überschriften lese wie „Gute In-Ear Kopfhörer mit viel Bass für 2,50 €„, wird’s mir schlecht. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass solche Billigteile nicht nur einen schlechten Sound haben, sondern dem Gehör auch nachhaltig schädigen können.
Wie unterscheiden sich die Kopfhörer hinsichtlich der Qualität? Ich habe eine kleine Liste zusammengestellt, angefangen mit Billig-Kopfhörern bis hin zu High-End-Modellen:
Der Kopfhörer rauscht und verschmiert alle Töne, so dass sich alles wie aus einem tiefen Keller anhört
Man kann schon zwischen Hoch- und Tieftönen unterscheiden, die Mitten sind jedoch so gut wie gar nicht präsent
Bass dominiert die Szene, während Hoch- und Mitteltöne deutlich in den Hintergrund treten und der Musikklang dadurch verzerrt wird
Man kann deutlich zwischen Hoch-, Mittel- und Tieftönen unterscheiden, es fehlt jedoch oft an Details, da die Wiedergabe zu grob erfolgt

Die Wiedergabe ist zwar detaillierter, aber Hoch- und Tieftöne sind hörbar überrepräsentiert (eine sog. Badewannen-Abstimmung)
Die Wiedergabe ist detailliert, die Abstimmung ist neutral, aber es fehlt noch an Breite in der Musikwiedergabe (sog. Bühnen-Effekt)
Detaillierte Wiedergabe und neutrale Abstimmung werden um eine ausreichende Bühne ergänzt, so dass man alle Instrumente klar orten kann.
„Für den Preis kann man wirklich nicht meckern“
Ich habe mich erst gewundert, wie ein Markenprodukt unter 10 € kosten kann. Nun ja, man sollte von Philips SHS 3200 logischerweise nicht zu viel erwarten. Dieser Kopfhörer tut aber seinen Dienst und eignen sich für diejenigen, die beim Sport keine HiFi-Ambitionen bezüglich des Sounds pflegen.
Der Philips Sportkopfhörer kommt mit einem flexiblen Plastikbügel, der um das Ohr gelegt wird. Bei kleineren Ohren sieht der Bügel ein wenig aus wie ein überdimensioniertes Hörgerät, weil er oben deutlich absteht.
Man kann mit Hausmitteln nachhelfen – indem man den elastischen Plastikbügel nämlich vorsichtig erhitzt (zum Beispiel mit einem Fön) und ihn dann entsprechend korrigiert.
Das Modell von Philips ist sicherlich kein sonderlich guter Sportkopfhörer, aber es erfüllen gerade noch so die Mindestanforderungen, die ein Kopfhörer mit sich bringen sollte.
Wenn man in diesem Preissegment jedoch zusätzliche 10-15 € ausgibt, dann kann man schon deutlich bessere Soundqualität fürs Geld bekommen.
[asa picfeedback_spresponsive]B003A7BBRQ[/asa]
„Solider Allrounder mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis“
Der Sennheiser MX685 stammt aus einer Zusammenarbeit mit Adidas. Herausgekommen ist ein wasserabweisender Sportkopfhörer, deren Stärke vor allem in seinem guten Halt liegt und weniger in der Soundqualität.
Das Geheimnis hinter dem MX685 ist nämlich sein ausgeklügeltes Befestigungs-System, das auf den Namen „Slide-to-fit“ hört. Die gummierten Bügel sind nicht gefedert und lassen sich ziemlich leicht verschieben, so dass man anfangs nicht erahnen kann, wie das Teil sich im Ohr festhalten soll. Nach ein paar Minuten begreift man jedoch das Einklink-Prinzip und, nachdem die Sportkopfhörer ordentlich eingestellt wurden, sitzen sie bombenfest. Man kann herumspringen, sich die Schnürsenkel binden, ruckartig den Kopf bewegen – der Kopfhörer bleibt einfach im Ohr. Wenn man bedenkt, dass trotz des sicheren Halts der Sennheiser MX685 überhaupt nicht mehr wahrnehmbar ist, kann man sagen, dass zumindest das Befestigungsprinzip bei diesem Sportkopfhörer funktioniert.
Klanglich ist der Sennheiser MX685 keine Offenbarung, bei einem Preis von knapp 30 € hätte ich etwas mehr Soundqualität erwartet. Das Klangbild ist eher etwas blass, so dass man einen Equalizer braucht, um die wenig vorhandenen Bässe manuell etwas hochzudrehen. Wenn man Schaumstoffpolster drüberzieht, werden die Basse zwar präsenter, die restlichen Töne verlieren jedoch an Details.
Das Design des Sennheiser MX685 geht in Ordnung, so dass man sie auch durchaus als Freizeit-Hörer einsetzen kann, vor allem wenn man keine basslastige Musik hört. Einen guten On-Ear-Kopfhörer kann der Sennheiser MX685 jedoch nicht ersetzen.
Von diesem Kopfhörer gibt es noch ein Modell mit Nackenbügel – allerdings hat es aufbau-bedingt nicht in die Top 3 meines Sportkopfhörer-Tests geschafft, da der Nackenbügel sich überhaupt nicht mit dem Kragen der Sportjacke vertragen hat.
Insgesamt ist der Sennheiser MX685 für diejenigen geeignet, die mehr Fokus auf einem stabilen Halt legen und beim Sport auf satte Bässe verzichten können. Preislich liegt das Modell aktuell bei [asa priceonly]B0094R4PBU[/asa].
[asa picfeedback_spresponsive]B0094R4PBU[/asa]
„Sollte man unbedingt ausprobieren, wenn man bereit ist, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen“
Yurbuds hatte ich ursprünglich als einen chinesischen No-Name Hesteller eingestuft. Doch als ich erfuhr, dass die Kopfhörer in Zusammenarbeit mit JBL entstanden sind, musste ich natürlich genauer hinschauen. Letztendlich muss ich wohl zugeben, dass ich den Hersteller stark unterschätzt habe.
Die Yurbuds Ironman Focus Pro Sportkopfhörer sind „von Sportlern für Sportler“ hergestellt. Gut, dass konnte auch ein leerer Marketing-Spruch sein, doch anhand der Verarbeitung und des durchdachten Konzepts ist da wohl durchaus etwas dran.
Die Yurbuds sind letztendlich extrem komfortable Kopfhörer mit flexiblen Silikonbügeln und Apple-Headset (während bei Android-Geräten nur Play/Stop-Knopf funktioniert, ist bei Apple auch Lautstärkenregelung möglich).
Trotz der relativ weichen Silikonbügeln sitzt der Kopfhörer wirklich bombenfest – aber erst nachdem man den Dreh raus hat, wie man ihn mit Hilfe individueller Einstellungen richtig befestigt. Ist aber absolute Gewöhnungssache.
Die Klangqualität ist natürlich nicht auf HiFi-Niveau, doch für Sportkopfhörer wirklich sehr ordentlich – kein Blecherner und undefinierter Sound, wie es bei günstigeren Konkurrenz oft der Fall ist. Aber auch kein übermäßiger Bass, sondern eine insgesamt vernünftig ausgeglichene Wiedergabe.
Die Verarbeitung kann sich wirklich sehen lassen – ich würde sogar sagen, mit eine der besten im Sportkopfhörer-Segment. Dank seiner kevlar-ummantelten Kabel und einer wasserresistenten gummierten Oberfläche kann Yurbuds unter fließendem Waser gereinigt werden. Damit ist dieses Kopfhörermodell selbstverständlich auch schweiss-resistent.
Durch die wahl der passenden Ohrbuds kann man bei diesem Kopfhörer die Geräuschisolation beeinflussen. So kann man in einem Fitness-Studio mehr Abschirmung erreichen, während man in der Stadt logischerweise mehr von der Umgebung mitbekommen sollte.
Der Yurbuds Ironman Focus Pro eignet sich für alle Sportler, die etwas mehr von ihrem Kopfhörer erwarten und deshalb bereit sind, ein Stück tiefer in die Tasche zu greifen – der Preis liegt nämlich bei [asa priceonly]B00QTB9YRY[/asa].
[asa picfeedback_spresponsive]B00QTB9YRY[/asa]
„Für den Preis kann man auch bei der In-Ear-Variante nicht meckern“
Im Gegensatz zum deutlich günstigeren Knopf-Kopfhörer von Philips (SHS 3200), wird der SHS 8100 in den Gehörgang eingeführt und hat damit die Bezeichnung „In-Ear“ auch tatsächlich verdient.
Durch seine Bauweise schirmt der Philips SHS 8100 die Außengeräusche deutlich stärker ab, hält sich aber auch besser im Ohr und fällt seltener heraus (wenn überhaupt).
Die Soundqualität geht für sportliche Aktivitäten in Ordnung, der Bass ist definitiv präsent – was bei In-Ear-Kopfhörern dem geschlossenen Konstruktionsprinzips geschuldet ist.
Die Bügel lassen sich auch bei diesem Sportkopfhörer mit einem vorsichtigen Fön-Einsatz verstellen, so dass der Sitz moderat angepasst werden kann.
Die einzige spürbare Schwäche des Philips SHS 8100 ist seine Haltbarkeit – bei sportlichen Aktivitäten ist er der größeren Belastung oft nicht gewachsen und gibt in vielen Fällen schon nach 6-8 Monaten auf. Lautstärken-Verlust bis hin zum Kabelbruch ist dann die Folge.
Wenn man keine Lust hat, sich jedes Jahr mit Garantieansprüchen herumzuschlagen, sollte vielleicht ein paar Euro mehr in die Hand nehmen – für alle anderen kann der Philips SHS 8100 durchaus ein geeignetes Einstiegsmodell in die Welt der Sportkopfhörer sein. Durch den etwas höheren Preis von derzeit [asa priceonly]B0038AK1YO[/asa] und die beschränkte Haltbarkeit kam dieses Modell allerdings nicht über den dritten Platz in meinem Sportkopfhörer-Test hinaus.
[asa picfeedback_spresponsive]B0038AK1YO[/asa]
„Dieser In-Ear hat ein deutlich besseres Klangbild als der knopfförmige MX685“
Der Sennheiser OCX 685i Sportkopfhörer ist von der Technik her dem MX685 sehr ähnlich – nur dass er eben ein In-Ear Modell ist. Und dass es ihn auch in Weiß gibt.
Vom Preis her liegt der OCX 685i etwas höher – dafür muss man nämlich derzeit [asa priceonly]B0094R2H0Q[/asa] auf den Tisch legen.
Doch dieser Preisaufschlag lohnt sich aus meiner Sicht definitiv. Der OCX 685i klingt für mich deutlich besser – wahrscheinlich liegt das an der geschlossenen Bauweise, aber jedenfalls ist sein Klang für mich deutlich breiter und irgendwie „reifer“. Natürlich ist da noch eine ganze Menge Luft nach oben, aber für einen Sportkopfhörer ist das schon sehr ordentlich.
In Puncto Verarbeitungsqualität und Sporttauglichkeit nehmen sich die beiden Sennheiser-Sportkopfhörer nichts – auch wenn deren Befestigungssysteme unterschiedlich sind. Statt des „Slide-to-fit“-Systems wird der OCX 685i nämlich mit Hilfe eines Ohrbügels befestigt. Dadurch ist er zwar nicht ganz so flexibel, aber der Sitz geht trotzdem in Ordnung.
Natürlich isoliert der OCX 685i aufgrund seiner In-Ear-Bauweise deutlich stärker – ich würde ihn also nur in solchen Situationen vorziehen, in denen man nicht auf die Umgebung angewiesen ist.
Eigentlich war der schweißresistente Sportkopfhörer von Sennheiser einige Zeit lang mein Favorit – bis er eben durch den JBL Reflect vom ersten Platz verdrängt wurde.
[asa picfeedback_spresponsive]B0094R2H0Q[/asa]
„Ein gut durchdachter Sportkopfhörer mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis“
Der JBL Reflect hat seinen Namen von der reflektierenden gummierten Oberfläche, die ihn im Dunkeln gekonnt zur Geltung bringt.
Ich kann von vornherein sagen: der JBL Sportkopfhörer ist nichts für Audio-Puristen, die auf einen neutralen Klang stehen. Dieses Modell ist nämlich deutlich bassbetont – um den nötigen Akzent für sportliche Aktivitäten zu setzen. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache – wem es nicht passt, der kann die Bässe immer noch manuell im Equalizer etwas absenken.
An dem Befestigungsmechanismus muss beim ersten Mal etwas herumgefummelt werden. Einmal eingestellt, sitzt der JBL Sportkopfhörer jedoch wirklich bombenfest. Wenn es bei Wikipedia die Definition „bombenfester Sitz“ gäbe, wäre wahrscheinlich eine Abbildung dieses Kopfhörers dort zu sehen. Dieses Thema wurde jedenfalls wirklich sehr ordentlich gelöst.
Mit dem JBL Reflect kann man die Musik auch etwas höher drehen, ohne dass der Sound irgendwie verfälscht wird. Natürlich sollte man bei einem In-Ear immer bedenken, dass der Bums direkt auf das Trommelfell einwirkt und diese Wirkung sich aufgrund eines vakuum-artigen Sitzes noch etwas verstärkt. Deshalb würde ich generell dazu raten, dauerhafte Überschall-Orgien zu vermeiden.
Wichtig zu wissen: den JBL Reflect gibt es in drei Ausführungen – für iOS-Geräte (Reflect I), für Android-Smartphones (Reflect A) und die Bluetooth-Variante (Reflect BT). Die ersten beiden Unterscheiden sich logischerweise in der Kompatibilität der Fernbedienung. Zu der Bluetooth-Variante schreibe ich ausführlicher in meinem geplanten Bluetooth-Sportkopfhörer-Test.
Alles in allem hat mich dieses In-Ear-Modell wirklich überzeugt, so dass der aufgerufene Preis von aktuell [asa priceonly]B00JQ75A58[/asa] sehr angemessen erscheint. Deshalb ist der JBL Reflect auch verdient auf Platz 1 meines Sportkopfhörer-Vergleichs gelandet.
[asa picfeedback_spresponsive]B00JQ75A58[/asa]

Ich habe mir verschiede Sportkopfhörer angeschaut und mich für jeweils drei beste Knopfkopfhörer und drei beste In-Ear-Sportkopfhörer entschieden.
Dabei fällt immer wieder auf, dass viele der „besseren“ Modellen von Philips und Sennheiser kommen.
Allerdings gab es bei den Testsiegern zwei Sportkopfhörer von den Herstellern, mit denen man sonst nicht unbedingt rechnet.
Vor allem der Yurbuds Ironman Focus Pro war für mich eine höchst interessante Neuentdeckung.
Ich schweife jetzt bewusst etwas ab von der Sportkopfhörer-Welt und stelle Dir zwei absolute „Preis-Leistungs-Monster“ im Bereich der herkömmlichen In-Ear-Kopfhörer vor.
Der erste davon ist der Sony MH1. Für [asa priceonly]B005GDVBAE[/asa] Kaufpreis bringt dieser In-Ear-Kopfhörer ein sehr gutes und ausgewogenes Klangbild mit. Von der Soundqualität wird der Sony MH1 mit vielen deutlich teureren Modellen verglichen – er schlägt viele Kopfhörer der 100 € Preisklasse.
Der Sony MH1 war eine ganze Weile der Original-Handykopfhörer von Sony und wurde dementsprechend viele Jahre lang kontinuierlich verbessert. Von diesem Kopfhörer wurde scheinbar eine ganze Menge hergestellt, so dass die Restbestände heute so richtig verramscht werden.
Jedenfalls können sowohl die Verarbeitung als auch die Soundqualität dieses Kopfhörers sich wirklich sehen lassen und passen gar nicht zu seinem lächerlich niedrigen Preis.
Ein wichtiger Punkt ist dass der Stecker des Sony MH1 eine vertauschte Pin-Belegung hat, so dass man bei neueren Abspielgeräten einen CTIA-OMTP-Adapter braucht. Ein solcher Adapter kostet nochmal [asa priceonly]B00MV7XDRW[/asa].
Der zweite In-Ear-Kopfhörer, den ich Dir empfehle, ist der Soundmagic E10. Dieses Modell kostet mit aktuell [asa priceonly]B005HP3OB0[/asa] schon deutlich mehr als der Sony MH1, wird aber auch oft mit Kopfhörern der 500 € Preisklasse verglichen. (!)
Der Soundmagic E10 bringt einen gut aufgelösten, verfärbungsarmen Sound und ist vergleichsweise linear abgestimmt. Man kann die Musik damit auch in höherer Lautstärke stressfrei hören, denn der In-Ear kommt recht lässig daher und hat eine gut ausgewogene Performance.
Der Soundmagic E10 ist sehr gut verarbeitet und bringt für den aufgerufenen Preis schon erstaunlich viel Wert mit. Er ist allerdings nichts für absolute Bassliebhaber, denn dafür ist er zu neutral abgestimmt. Der Bass ist zwar gut vertreten, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt überbetont.
Der Soundmagic E10 ist High-End-Feeling für kleines Geld, meine absolute Empfehlung.
[asa picfeedback_spresponsive]B005HP3OB0[/asa]
Hat Dir mein Sportkopfhörer-Vergleich gefallen? Wenn ja, würde ich mich riesig über einen Like freuen!
Eigentlich bin ich über die Hemdenempfehlung auf diese Seite gelangt, aber bei meinem Hobby Ohrhörer musste ich den Artikel hier anklicken. 😉 Da ich mich seit mehreren Jahren mit diesem Thema beschäftige, erlaube ich mir eine Beurteilung der Empfehlungen. Bis auf die Yurbuds sowie drn Philips SHS 8100 hatte alle Modelle mal in den Ohren gehabt. Soviel zu der grundsätzlichen Beurteilung: Das sind keine neutralen Ohrhörer. Schon allein der Soundmagic (welcher definitiv ein Preistipp ist) ist relativ stark bassbetont und abrollend im Hochton. Nur leider hat der Hersteller momentan mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Und der MH1 ist sogar eine richtige Bassschleuder. Zudem ist das Flachkabel dermaßen störend, dass man ihn nicht zum Sport nutzen kann. Insofern ist der Höreindruck des Testers/ der Testerin als basspräferiert zu bewerten. Das ist nicht schlimm, man muss es nur wissen.
Beim Joggen bleibt durch den Trittschall der Bass oftmals auf der Strecke. Aus diesem Grund kann eine Badewannenabstimmung durchaus entgegenkommend sein. Von daher kann ich die Empfehlungen nachvollziehen. Allerdings gibt es aus meiner Sicht durchaus interessantere Hörer auf dem Markt. Das Geheimnis eines guten Sitzes ist die Kabelführung um das Ohr. Möchte man einen bassstarken Inear mit sanftem Hochton, so wäre meine Empfehlung ein Shure SE215. Der Shure ist nicht nur sehr robust sondern hat auch ein wechselbares Kabel (da würde ich zum 25 € Kabel vom UE900 greifen, die sind kompatibel). Soll es ein typischer Badewannensound (betonter Bass und angehobener Hochton) sein, so würde ich zum RHA MA750 oder Audio Technica CKX9 greifen. Wenn man allerding möglichst wenig Geld ausgeben möchte, so empfehlen sich der Philips SHE3590 (geschlossen und basslastig) oder ein Superlux HD381F (offen mit leichter Badewanne). Bei Kopfhörern sollte man sich die Bose OE2 und AE2 anschauen. Die sind klanglich zwar eher matt und basslastig, aber sehr leicht und ergonomisch. Dürfte vielen gefallen.
Das ganze soll konstuktive Kritik sein. Ich würde dem Ersteller dieses Artikels empfehlen sich mal die genannten Modelle anzuhören. Es muss nicht unbedingt ein Stagediver SD2 oder Shure SE946 sein, aber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen kann sich hierbei durchaus lohnen.
Wow, ein super interessanter und wertvoller Kommentar zu meinem Sportkopfhörer-Vergleich, vielen Dank!
LG, Sonja
Eine gute Übersicht über ganz schön viele sportgeeignete Kopfhörermodelle. Hast Du alle Modelle selbst da gehabt und getestet?
Eine übersichtliche Ergebnisdarstellung wäre noch schön, damit man Stärken und Schwächen schneller vergleichen und leichter eine Entscheidung treffen kann.
Die ganzen Kabelgebundenen Modelle kommen für mich für den Sport übrigens nicht mehr in Frage. Die Bluetooth-Technologie ist weit genug, dass ich mir kein Kabelwirrwar mehr antun muss. 😉
LG